Demo gegen Bologna-Konferenz

In Brüssel demonstrierten mehr als 2.000 Studenten für eine billigere Ausbildung. Es war bereits die dritte Kundgebung am Rande der Bologna-Nachfolgekonferenz über die europäische Hochschulausbildung in der flämischen Uni-Stadt Leuven (Löwen).
An der Demo in Brüssel nahmen Studenten aus flämischen und französischsprachigen Hochschulen teil. Einige Demonstranten kamen auch aus Frankreich.
Die Kundgebung passierte das Europa-Viertel. „Wir denken, dass die Schulausbildung kostenlos sein muss“, sagte ein Demonstrant. „In den USA beenden Studenten ihr Studium mit 20.000 Euro Schulden. Solche Zustände wollen wir in Belgien nicht.“

In Leuven (Löwen), wo die Bologna-Konferenz am Dienstag stattfand, kam es zu verschiedenen gewalttätigen Zwischenfällen. Zehn Demonstranten wurden festgenommen.

Am Montagabend hatten vor allem belgische Studenten demonstriert. Am Dienstagmorgen waren unter den Demonstranten auch Dänen, Spanier, Franzosen und Italiener. Sie forderten den Rücktritt der Bildungsminister.

Die Demo endete mit gewalttätigen Ausschreitungen als die Kundgebung auf die Polizei stieß. Zehn Demonstranten wurden festgenommen und drei verhaftet, weil sie die Polizei mit Steinen beworfen hatten. Dabei handelt es sich um zwei Belgier und einen Franzosen

Hochschulreform

Am Dienstag tagten die 46 Bildungsminister in der Uni-Bibliothek von Leuven über die europäische Hochschulpolitik. Sie wollen die Hochschul- und Universitätsausbildung der verschiedenen Länder noch besser aufeinander abstimmen und den Austausch der Studenten weiter erleichtern.

Wegen der Konferenz war die Bibliothek für die Studenten gesperrt und auch die Altstadt war völlig abgeschlossen.

Morgen wird die Konferenz im wallonischen Neu-Löwen (Louvain-la-Neuve) beendet.