Arbeitsmarkt für EU-Ausländer offen

Ost- und Zentraleuropäer können ab sofort unter einfachen Modalitäten in Belgien Arbeit suchen. Nur Bulgaren und Rumänen müssen noch etwas auf erleichterte Zugangmöglichkeiten auf dem hiesigen Arbeitsmarkt warten.
Bisher mussten Arbeitnehmer aus Polen, Tschechien, Slowaken, Ungarn, Slowenen und ihre Kollegen aus den baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen über eine Arbeitserlaubnis für Belgien verfügen, um hier einen Job suchen zu dürfen.

Ab Stichtag 1. Mai 2009 ist dies anders. Arbeitsuchende aus diesen Ländern können ab sofort in allen wirtschaftlichen Bereichen eingestellt werden und nicht nur, wie bisher, in so genannten Engpassberufen – Stellen, in denen Facharbeitermangel herrscht.
Allerdings bleibt diese Regeln für Arbeitsuchende aus Bulgarien und Rumänien weiter bestehen. Sie müssen noch drei weitere Jahre erst auf eine Arbeitserlaubnis für eine freie Stelle in einem Engpassberuf warten, bis sie hier angestellt werden können.

Beim Arbeitsministerium und in den Arbeitsämtern geht man zurzeit nicht davon aus, dass die offenen EU-Grenzen für Arbeitnehmer aus Ost- und Zentraleuropa für eine Schwemme an neuen Arbeitskräften sorgen wird. Ganz im Gegenteil. Zum Beispiel verlassen viele Polen Belgien wieder, um in ihrer Heimat aktiv zu werden.

Neben Belgien öffnet auch Dänemark seine Grenzen auf dem Arbeitsmarkt. Belgien ist eines der letzten Länder in der Europäischen Gemeinschaft, das diese Regelung noch nicht eingeführt hatte.