Mit "Ich-Kyoto" gegen den CO2-Ausstoß

Seit Montag läuft in Flandern die Kampagne "Ik-Kyoto - Ich-Kyoto" mit der der "Bund für eine bessere Umwelt" (BBL) die Gesellschaft gegen den hohen CO2-Ausstoß mobilisieren will. "Ik-Kyoto" beruft sich auf das Kyoto-Abkommen zur weltweiten Senkung des CO2-Ausstoßes.
420 Unternehmen, Städte und Gemeinden, sowie Organisationen haben sich zur Teilnahme an den verschiedenen Aktionen eingeschrieben.

Ein Großteil der Kampagne richtet sich an die Verkehrsteilnehmer, beziehungsweise an die täglichen Berufspendler. "Sieben von 10 Beschäftigten fahren alleine in ihren Auto zur Arbeit und das wollen wir ändern", sagt Bram Claeys vom BBL.

Die Aktion, an der dieses Jahr wesentlich mehr Einrichtungen teilnehmen, als im vergangenen Jahr, läuft noch bis zum 29. Mai. Die teilnehmenden Unternehmen laden ihr Personal dazu ein, mit umweltfreundlichen Mitteln zur Arbeit zu kommen. Manche lassen sich dazu etwas besonderes einfallen.
Das Auto-Lease-Unternehmen Athlon Car Lease aus Zaventem bei Brüssel ist sogar auf zwei Wegen aktiv. Zum einen versucht man dort die Arbeitnehmer aus der Umgebung dazu zu bringen, zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit zu kommen. Direktor Erwin Ollevier will zum Beispiel eine Fahrrad-Pendlerpauschale einführen: "Wir versuchen Schritt für Schritt als Unternehmen unsere Verantwortung zu übernehmen und wollen unser Personal für ihr Engagement in Sachen Arbeitsweg zu belohnen."

Doch nicht nur das. Athlon bietet auch seinen Kunden, doch potentielle Autofahrer, darin mit einzubeziehen. So können die Kunden von einem so genannten "raillease"-Vertrag profitieren. Sie erhalten dazu eine Fahrkarte für eine Bahnreise von ihren Wohnort nach Zaventem zum Unternehmen, um dort ihren Wagen abholen zu können. Athlon will nicht nur einfach eine Autofirma sein, sondern ein Mobilitätspartner.