"Erst Wirtschaftswachstum bringt Haushaltsausgleich"

Premierminister Herman Van Rompuy (Foto) hat sich im VRT-Fernsehen noch einmal für zusätzliche Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise ausgesprochen. Erst wenn sich die Situation entspannt habe, könne die belgische Staatsschuld abgebaut werden.
Premierminister Herman Van Rompuy hat damit zum Konjunkturgutachten der EU-Kommission Stellung bezogen.
Die EU-Kommission erwartet für Belgien in diesem Jahr ein Defizit von 4,5 Prozent. Das sind etwa 16 Milliarden Euro.

Dadurch wird die Staatsverschuldung im kommenden Jahr erneut das Bruttoinlandsprodukt übersteigen.

Sparen sei jedoch laut Van Rompuy jetzt noch nicht angesagt.

Tatkraft werde hier schon seit Jahren mit Geld ausgeben verwechselt, aber das sei eben nicht dasselbe, so Van Rompuy gegenüber der VRT.

"Wir befinden uns in der größten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren. Kein einziges Land denkt 2009 ans Sparen. Wer jetzt spart, treibt die Krise voran und sorgt für noch mehr Arbeitslosigkeit."

Van Rompuy rechnet damit, dass sich die Wirtschaft und der Haushalt, sobald die Krise vorbei ist, schnell erholen werden.

"Sobald die Wirtschaft wächst, besteht auch wieder Aussicht auf einen ausgeglichenen Haushalt."