Lkw-Unfälle passieren oft auf Nebenstraßen

Lastwagen sind weniger häufig in Unfälle verwickelt als Personenwagen, aber die Folgen der Unfälle sind schwerer. Das ist das Ergebnis einer Studie, die der für Verkehr zuständige Staatssekretär Etienne Schouppe beim belgischen Institut für Verkehrssicherheit in Auftrag gegeben hatte.
Fast die Hälfte aller Lkw-Fahrer hierzulande kommt aus dem Ausland.
Entgegen vieler Vorurteile, sind jedoch nicht mehr ausländische Lkw-Fahrer in Unfälle mit Schwerverletzten oder Toten verwickelt als belgische Trucker. Die meisten Lkw-Unfälle passieren nämlich auf Nebenstraßen.

Außerdem besteht ein großer Unterschied zwischen Flandern und Wallonien: zwei von drei Toten sind auf flämischen Straßen zu verzeichnen.

Bei Lkw-Unfällen spielt zudem der Faktor Alkohol eine weniger große Rolle als bei Unfällen mit Personenwagen.

Lösungen finden

Die Opfer von Lkw-Unfällen sind zumeist die schwachen Verkehrsteilnehmer.
Bei der Vorstellung der Studie schlug Schouppe deshalb vor, Lastwagen mit einem Signal auszustatten, das beim Abbiegen nach rechts ertönen soll. Dadurch soll vor allem die Sicherheit von Fahrradfahrern und Fußgängern verbessert werden.

Der Studie zufolge könnte die Zahl der Unfälle sinken, indem der Lkw- und der Personenverkehr künftig so viel wie möglich getrennt und die Sicherheitsabstände besser kontrolliert würden.

Wichtig sei, so Etienne Schouppe noch, dass alles, was auf den Gleisen oder auf dem Wasser befördert werden kann, auch auf diesen Wegen transportiert werde.

Außerdem will Schouppe mehr gut beleuchtete Parkplätze für Lkw in Dörfern. Parkende und schlecht beleuchtete Lkw scheinen dort nämlich ein besonders großes Risiko darzustellen.

Der für Verkehr zuständige Staatssekretär Schouppe verspricht, dass man kurzfristig analysieren werde, was noch alles für die Sicherheit getan werden könne.