Gefängniswärterin wegen Sex mit Adam G. entlassen

Eine Justizvollzugsbeamtin aus der Haftanstalt im Brüsseler Stadtteil Vorst ist fristlos entlassen worden, weil sie eine Beziehung zu Adam G., dem Mörder von Joe Van Holsbeeck gehabt haben soll. Die beiden sollen beim Sex erwischt worden sein.
In einem Interview mit der Zeitung „La Capitale“ sagt die 33-jährige Frau, sie habe deshalb die fristlose Kündigung erhalten.
Die Justizvollzugsbeamtin leugnet alles und will gegen die Entlassung klagen „Ich bin verheiratet und habe ein Kind. Die sogenannte intime Beziehung zu Adam G. ist nur ein Gerücht“, erklärt die Frau.

Adam G., der wegen Raubmord verurteilt wurde, weil er im Brüsseler Zentralbahnhof den Jugendlichen Joe van Holsbeeck erstochen und ihm seinen MP3-Player gestohlen hatte, wurde in ein anderes Gefängnis verlegt. Er musste die Haftanstalt von Vorst (Brüssel) verlassen und sitzt jetzt im Gefängnis von Ittre.

Die Gefängnisverwaltung von Ittre bestätigte, dass der junge Pole seit seiner Verlegung schon zwei Mal von der fraglichen Frau besucht wurde. Sie unterhielten sich im Besucherraum, aber die Frau hat inzwischen auch ein intimes Treffen im dafür vorgesehenen Zimmer der Haftanstalt beantragt.

Der Antrag wurde aber abgewiesen, weil die Frau erst nachweisen muss, dass beide sich im Gefängnis schon seit mindestens sechs Monaten treffen.

Die Frau leugnet in dem Interview auch die Besuche in Ittre und die Bitte um ein intimes Treffen mit Adam G.

Am 14. Mai muss Adam G. wieder vor Gericht erscheinen. Dann fällt die Entscheidung, ob er seine mehrjährige Freiheitsstrafe in Belgien oder in Polen aussitzen muss. In Belgien kann er früher Hafterleichterung beantragen. Der polnische Zigeuner befürchtet auch, dass er in einer polnischen Zelle das Opfer rassistischer Repressalien werden könnte.