AB InBev verkauft koreanische Oriental

Der Bierriese AB InBev hat die südkoreanische Filiale Oriental Brewery an den amerikanischen Anlagefonds Kohlberg Kravis Roberts (KKR) verkauft. Mit den Einnahmen will AB InBev seine Schulden abbauen. Die sind aufgrund der Übernahme der amerikanischen Gruppe Anheuser-Busch Ende vergangenen Jahres in die Höhe geschnellt.
KKR bezahlt 1,8 Milliarden Dollar für Oriental Brewery, die zweitgrößte Brauerei Süd-Koreas.
Oriental behält das Recht, InBev-Biere wie Budweiser und Hoegaarden unter Lizenz zu brauen.

Oriental braut unter anderem das vor Ort beliebte Bier OB. Das Unternehmen wurde 1998 von Interbrew, dem Vorgänger von InBev, übernommen.

AB InBev behält für fünf Jahre das Rückvorkaufsrecht für Oriental Brewery.

Bierverkauf weiter zurückgegangen

Im ersten Quartal dieses Jahres hat AB InBev für 8,19 Milliarden Dollar Bier verkauft. Das ist 7% weniger als die gemeinsame Produktion von InBev und Anheuser-Busch im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

Der Nettogewinn betrug 716 Milliarden Dollar. AB InBev weist darauf hin, dass man die Situation nicht mit der vor der Fusion vergleichen kann.

Das Unternehmen will noch mindestens eine Milliarde Dollar einsparen und plant, Aktivitäten für sieben Milliarden Dollar zu verkaufen, um seine Schulden weiter zu drosseln.