AB InBev verkauft chinesische Tsingtao

Vor einigen Tagen kündigte der Brauereikonzern aus dem flämischen Leuven (Löwen) bereits den Verkauf der südkoreanischen Brauerei Oriental Brewery an. Jetzt verkauft AB InBev auch die chinesische Tochter Tsingtao.
InBev hat vergangenes Jahr 52 Milliarden Dollar für die amerikanische Brauerei Anheuser Busch bezahlt und seit dieser Fusion heißt der Konzern AB Inbev. Finanziert wurde der Kauf mit einem Kredit in Höhe von 45 Milliarden Dollar.
Jetzt werden verschiedene Filialen verkauft, um diesen Schuldenberg schrittweise wieder abzubauen.

AB InBev war mit 27 Prozent an der chinesischen Brauerei Tsingtao beteiligt. 20 Prozent dieser Beteiligung war schon Ende Januar an die japanische Asahi-Gruppe verkauft worden. Jetzt werden die restlichen 7 Prozent an den privaten Investierer Chen Fashu abgetreten.

Der Verkauf von Tsingtao bedeutet sich, dass sich der Bierkonzern aus dem chinesischen Markt verabschiedet. AB InBev bleibt mit der internationalen Marke Budweiser und einigen regionalen Marken einer der großen Spieler in China.

Die chinesischen Marken des belgisch-brasilianisch-amerikanischen Brauers sind Harbin, Sedrin und Pearl River. Mit Tsingtao verliert AB InBev wohl eine auch international sehr starke chinesische Marke.