Immer mehr Menschen brauchen Sozialhilfe

Die Wirtschaftskrise hat sehr konkrete Konsequenzen für die Sozialämter. In Antwerpen stellen inzwischen 30 Prozent mehr Menschen einen Antrag auf Sozialhilfe. Die Stadt rechnet deshalb mit Mehrausgaben in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro.
Monatlich beantragen mehr als hundert Menschen zusätzlich Sozialhilfe beim Antwerpener Sozialamt OCMW. Auch ansonsten stellt die Stadt fest, dass es mehr bedürftige Menschen gibt.
Immer mehr Menschen bitten das Sozialamt um einen Vorschuss auf ihren Lohn oder ihr Arbeitslosengeld. Immer mehr können auch ihre Schulden nicht zurückzahlen.

Die Zunahme der Anträge besorgt dem Sozialamt zusätzliche Arbeit und deshalb mussten zwei weitere Sozialarbeiter eingestellt werden. „Wir waren hierauf eigentlich nicht vorbereitet“, so Monica De Coninck, die Leiterin des Sozialamts.

Sie geht davon aus, dass im laufenden Jahr wegen der Krise mit Mehrausgaben in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro zu rechnen ist.