Streik bei De Lijn

Die sozialistische, die größte der drei Gewerkschaften der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn hat am Freitagmorgen ihre Mitglieder aufgerufen, die Arbeit zwei Tage lang niederzulegen.
Die sozialistische Gewerkschaft ist anders als die christliche und die liberale Gewerkschaft, nicht mit dem ausgehandelten Tarifabkommen einverstanden.
Sie fordert, dass die Fahrer besser entlohnt werden für die von ihnen verlangte Flexibilität. Die christliche und die liberale Gewerkschaft beteiligen sich nicht an dem Streik. Vor allem in den Provinzen Limburg und Westflandern fahren streikbedingt deutlich weniger Busse und Straßenbahnen.

„Die Geschäftsleitung verlangt immer mehr Flexibilität, geht aber nicht auf unsere Forderungen nach einer besseren Entlohnung der Samstagarbeit und der Nachtschichten ein“, erklärte ein Sprecher.

Die Lage vor Ort

In Limburg blockierten Streikende am Morgen zeitweise die Stellplätze. Nur die Busse von privaten Busunternehmen, die für ‚De Lijn’ fahren, konnten ihre fahrplanmäßigen Strecken abarbeiten.

Auch in Westflandern blieben viele Busse und Trams stehen. Betroffen war auch die beliebte Küstentram, die die ganze flämische Küste abfährt. Auch in Brügge, Kortrijk und Ypern fuhren die öffentlichen Nahverkehrsmittel kaum.

In Antwerpen konzentrierten sich die Probleme auf die Region Mechelen, wo weniger als die Hälfte der Busse fährt. In Antwerpen fahren weniger als 40 % der Busse und Straßenbahnen. In Gent war der Straßenbahnverkehr betroffen. Im Rest der Provinz Ostflandern gibt es kaum Probleme. In flämisch Brabant (Leuven) fahren 70 % der Fahrzeuge.
Ein Sprecher von ‚De Lijn’ bedauerte, dass die Fahrgäste wegen des Streiks Probleme bekommen und erinnerte daran, dass die Tarifverhandlungen bereits mit einem Abkommen abgeschlossen wurden.

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