9. Mai: Europatag in Brüssel

Am Samstagmorgen wurde der Europatag von Kommissionspräsident José Manuel Barroso und dem belgischen Regierungschef Herman Van Rompuy vor dem Berlaymont, dem Sitz der Europäischen Kommission, eröffnet.
Danach besuchten beide in Begleitung des belgischen Europa-Kommissars für Entwicklungshilfe, Louis Michel, die verschiedenen „Dörfer“.
Im Brüsseler Europa-Viertel öffnen am Europatag alle europäischen Einrichtungen ihre Tore, das Parlament, die Kommission, der Ausschuss der Regionen. Die Mitarbeiter der Einrichtungen warten mit Informationen auf, im Parlament findet eine Tagung statt.

Auch vor den Türen werden zahlreiche Informationsstände aufgebaut, traditionell stellen sich hier Regionen, Staaten und andere Einrichtungen vor. Überall können Ausstellungen und Debatten besucht werden, für die Kinder werde Spiel und Info-Aktivitäten angeboten und es wird ein Europa-Quiz organisiert.

Dieses Jahr steht der Europatag logischerweise im Zeichen der Europawahlen vom 7. Juni. Dann werden 736 Euro-Parlamentarier gewählt, die fast 500 Millionen EU-Bürger vertreten.

Abgeschlossen wird der Europatag mit einem großen Finale. Dann kann das Publikum mit einem riesigen Chor die „Ode an de Freude“ singen, die europäische Hymne.

Der Europatag

Am 9. Mai 1950 unterbreitete der damalige französische Außenminister Robert Schuman seinen Vorschlag für ein Vereintes Europa als unerlässliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung friedlicher Beziehungen. Dieser Vorschlag, der als "Schuman-Erklärung" bekannt wurde, gilt als Grundstein der heutigen Europäischen Union.

Heute ist der 9. Mai zu einem Europäischen Symbol (Europatag) geworden, welches zusammen mit der Flagge, der Hymne und der einheitlichen Währung (Euro) die Einheit der Europäischen Union darstellt. An diesem Tag finden Veranstaltungen und Festlichkeiten statt, die Europa seinen Bürgern und die Völker der Union einander näherbringen sollen.

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