Die definitiven Wahllisten stehen fest

23 Tage vor den Regionalwahlen am 7. Juni in Belgien stehen die Wahllisten fest. Auffallend ist, dass der in die Kritik geratene frankophone Sozialist Didier Donfut nun doch auf der Liste steht, obwohl sich der ehemalige wallonische Minister eigentlich zurückziehen wollte.
Die offizielle Verabschiedung der Listen ist für die großen Parteien zumeist nur eine Formalität. Für die kleinen Parteien kann jedoch manchmal noch etwas schief laufen, zum Beispiel wenn sie den gesetzlichen Vorschriften nicht gerecht werden.
Das war zum Beispiel der Fall mit einer kleinen Partei aus Brüssel, die unter dem Namen "Renten +20%" antrat. Da jedoch jemand auf der Liste wegfiel, gab es auf einmal nicht mehr gleich viele Frauen wie Männer auf der Liste.

Die Liste wurde gestrichen, aber gegen diese Entscheidung ist die Partei in Berufung gegangen. Am Montagabend wird das Berufungsgericht über den Fall urteilen.

Für alle anderen Wahlkreise für die Wahlen zum flämischen Parlament, wallonischen Parlament und zum Parlament der deutschsprachigen Gemeinschaft wurden die Listen angenommen und veröffentlicht.
In Flandern wurden 72 Listen genehmigt, in Wallonien 164, im deutschsprachigen Belgien 6 und in der Region Brüssel Hauptstadt schließlich 32.

Auffallend ist, dass auch Didier Donfut (Foto) immer noch auf einer Liste für den Wahlkreis Mons steht.

Der frankophone Sozialist trat als wallonischer Minister zurück, nachdem bekannt geworden war, dass er als Berater ordentlich hinzu verdiente.

Donfut wollte sich auch als Kandidat zurückziehen, aber dafür bedarf es der Unterschriften aller Kandidaten der PS-Wahlliste. Das ist ihm zeitlich nicht mehr gelungen. Dadurch wird Donfut am 7. Juni doch auf einer Liste erscheinen.
Alle Wahllisten finden Sie auch auf der offiziellen Seite der belgischen Regierung.