Der "Berlaymont" raucht

Im Europaviertel in Brüssel hat es im "Berlaymont"-Gebäude, dem Sitz der EU-Kommission, eine starke Rauchentwicklung gegeben. Diese war auch von außen sichtbar. Das Gebäude wurde geräumt. Feuerwehrleute suchten nach der Ursache.
Im Hauptgebäude der Europäischen Kommission in Brüssel ist am Montag ein Feuer ausgebrochen. Das „Berlaymont“, ein sternförmiges Gebäude, das in der Europa-Fernsehberichterstattung gerne als typische Kulisse für die europäische Entscheidungszentrale eingesetzt wird, wurde komplett evakuiert.
Die Feuerwehr war im Einsatz. Brandherd und die Ursache des Feuers waren zunächst unklar. Vermutet wurde, die Dachpappe habe sich entzündet. Verletzt wurde offensichtlich niemand, auch wenn vor dem Haupteingang zeitweise ein Krankenwagen mit offenen Türen stand.

Aus dem Dach des Gebäudes stieg dunkler Rauch auf. Das Feuer war nach Kommissionsangaben gegen 13.00 Uhr ausgebrochen. Die Gegend um das „Berlaymont“, mitten im Brüsseler Europaviertel, wurde abgeriegelt. Augenzeugen sahen, wie Kommissionspräsident José Manuel Barroso aus dem Gebäude gebracht wurde.

Üblicherweise arbeiten in dem 13-stöckigen Gebäude zwischen 2000 und 2500 Mitarbeiter. Nach der Evakuierung hätten sich die Menschen an verschiedenen Sammelpunkten eingefunden, die wegen früherer Übungen bekannt gewesen seien, sagte Kommissionssprecher Maximilian Strotmann der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Wie ein Augenzeuge sagte, herrschten während der Evakuierung zeitweise „chaotische Zustände“. Auch im Erdgeschoss sei Rauch zu sehen gewesen. Er selbst habe keinen Feueralarm gehört, sondern sei mündlich aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen. (mit dpa)