Bald neue Gesichter im Landesparlament

Am 8. Juni wird das flämische Parlament wohl ganz anders aussehen als derzeit. Trotz der Tatsache, dass 116 von 124 flämischen Parlamentsabgeordneten wieder als Kandidat bei den kommenden Wahlen antreten wollen, ist knapp 60 Prozent aller Kandidaten auf den Wahllisten für die flämischen Wahlen neu.
Auffallend ist auch, dass drei Viertel der flämischen Spitzenkandidaten bei den Wahlen Männer sind.

Außerdem stehen auch jede Menge Bundespolitiker auf den Listen zu den Regionalwahlen. Das geht aus einer Untersuchung der Katholischen Universität Löwen hervor.
"Wir sehen, dass sich 70 % der belgischen Bundespalamentarier auch als Kandidat bei den Regionalwahlen präsentiert. 2004 war das nur 56 %", .erklärt der Politologe Bart Maddens.

"Das liegt wohl daran, dass jeder davon ausgeht, dass die Bedeutung dieser Regionalwahlen eigentlich das regionale Politikniveau weit übersteigt, dass die Regionalwahlen einen großen Einfluss auf das Bundesniveau haben, auf die Stabilität der belgischen Regierung und auch auf die Staatsreform. Für alle Parteien heißt es deshalb alle Mann an Deck!", so Maddens noch.

Kandidatenprofil

Angestellte und Führungskräfte stellen die größte Gruppe der Kandidaten.

Die Partei mit den meisten Arbeitern unter den Kandidaten ist der rechtsextreme Vlaams Belang. Auf der Liste der flämischen Christdemokraten CD&V steht kein einziger Arbeiter.

Kandidaten dürfen übrigens sowohl auf einer regionalen als auch auf der europäischen Liste stehen und finden sich sowohl bei den tatsächlichen Kandidaten als auch bei den Ersatzkandidaten oder so genannten Aufrückern wieder.