Terroristen in Ägypten verhaftet

Die ägyptische Polizei hat sieben Mitglieder einer mit Al-Quaida in Verbindung stehenden Gruppe festgenommen. Unter den mutmaßlichen Terroristen befindet sich auch ein Belgier tunesischer Herkunft. Das hat das ägyptische Innenministerium am Samstag bekannt gegeben.
Die sieben werden des Bombenanschlags vom 22. Februar in der Hauptstadt Kairo verdächtigt. Dabei war eine 17-jährige Französin ums Leben gekommen.
Außer dem Belgier tunesischer Herkunft, wurden auch ein Franzose albanesischer Herkunft, ein Brite ägyptischer Herkunft, zwei Palästinenser und zwei Ägypter verhaftet. Unter den Verdächtigen ist zudem eine Frau.

Die terroristische Gruppe nennt sich "islamische Armee von Palästina".

Die Verdächtigen waren zum Zeitpunkt der Festnahme im Besitz von Waffen und Sprengstoff, betont das Innenministerium. Einige Mitglieder der Gruppe haben eine militärische Ausbildung im Gazastreifen absolviert.

Der Anschlag vom 22. Februar wurde mit einer selbst gebastelten Bombe verübt und fand in der Nähe eines touristischen Bazars in Kairo statt.

Es war der erste Anschlag seit 2006, der Touristen in Ägypten zum Ziel hatte. Bei der Explosion wurden 24 Menschen, darunter allein 17 französische Jugendliche, verletzt und eine 17-jährige Französin getötet.
Der Belgier, der am Samstag festgenommen wurde, soll auch den Auftrag erhalten haben, nach Belgien zurück zu kehren, um von dort aus mit anderen Al-Quaida-Mitgliedern einen Anschlag in Frankreich zu verüben. Das hat der Belgier tunesischer Herkunft den ägyptischen Beamten erzählt.

Der Sprecher des belgischen Außenministeriums konnte diese Information am Samstagnachmittag jedoch nicht bestätigen.