"Fangabfälle nicht mehr über Bord werfen"

Staatssekretär Etnenne Schouppe (CD&V), zuständig für Mobilität und die Belange der Nordsee in der belgischen Bundesregierung, will den hiesigen Fischern ein Sortieren ihrer Fangabfälle mit Prämien schmackhaft machen.
Das Problem der Fischereiabfälle vor der belgischen Nordseeküste ist kaum noch zu übersehen. Mehrere hunderttausend Tonnen Müll erschweren Flora und Fauna in der Nordsee das Überleben. Neben Fangabfällen werfen die Fischer aber auch ihren eigenen Müll ins Meer.

Dieses Problem will der flämische Christdemokrat Etienne Schouppe, seines Zeichens Staatssekretär für Mobilität, Verkehr und Nordsee, jetzt in Angriff nehmen. Dazu hat er einen Aktionsplan unter dem Titel „Fishing for litter“ vorgelegt.
In einem Gespräch mit der Sonntagsausgabe der flämischen Tageszeitung „Het Nieuwsblad“ gab er an, die Fischer für das Sortieren ihrer Fangabfälle belohnen zu wollen. Eine Prämie von 10 € pro Müllsack Fangabfall steht dazu im Raum.

„Der Müll auf hoher See ist ein zunehmendes Problem“, so Schouppe in „Het Nieuwsblad op Zondag“. „Tiere ersticken in diesem Müll, was den Tod vieler Vögel und Fische bedeutet.“ Nach Angaben des Staatssekretärs dümpeln derzeit bis zu 600.000 Tonnen Abfall alleine vor der belgischen Nordseeküste herum.

2007 hat es schon einmal einen Aktionsplan gegen Fangabfälle in der Nordsee gegeben. Damals beteiligten sich 20 belgische Fischkutter an dieser Aktion und brachten rund 18 Tonnen Müll an Land.