„Schlimmstes Gewitter seit Jahren“

Eines der schwersten Gewitter seit Jahren zog vergangene Nacht über Belgien und verursachte in verschiedenen Ortschaften erhebliche Schäden an Häusern, Dächern und Fahrzeugen. Bäume wurden entwurzelt.
Das Gewitter wütete in de Nacht zum Dienstag von 01.00 bis 04.00 Uhr. Betroffen waren die Provinzen Hennegau, Ostflandern, flämisch Brabant und Antwerpen.
Das Gewitter sorgte nicht nur für erhebliche Regen- und Hagelfälle, es wurde auch von einem Sturm begleitet, der mancherorts Windgeschwindigkeiten über 100 St/Km erreichte.

Viele Straßen und Autobahnen lagen am Dienstagmorgen unter einer Blätter- und Astdecke. Zusätzlich sorgten entwurzelte Bäume für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Deshalb dauerte der morgendliche Berufsverkehr auch viel länger als gewöhnlich. Um 10.00 Uhr staute sich der Verkehr noch auf 100 Km.

Blitzeinschläge

Insgesamt wurden 30.000 Blitzeinschläge registriert und das sorgte am nächtlichen Himmel für ein beeindruckendes Lichtspektakel. Die meisten Blitze entstanden zwischen Wolken, aber etwa 10.000 Blitze schlugen auch auf der Erde ein.

„Es war eines der schlimmsten Gewitter der letzten Jahre“, musste der VRT-Wettermann Frank Deboorse feststellen. In manchen Ortschaften fielen Hagelkörner, so groß wie Äpfel und die sorgten für reichlich Glas- und Blechschaden.
In Kapellen bei Antwerpen stürzte ein entwurzelter Baum auf das Schlafzimmer eines Einfamilienhauses (Foto). Die beiden Bewohner hatten großes Glück im Unglück: sie waren gerade aufgestanden, um sich auf der Terrasse das Blitz-Schauspiel am Himmel anzuschauen.

Der Sturm war in Lillo, in der Nähe des Antwerpener Hafens so stark, dass er dort einen stehenden Güterzug entgleisen ließ.

In Brecht schlug der Blitz in eine Stromleitung ein und verursachte eine Strompanne. Er erschlug in dieser Ortschaft auch ein Pferd.