Frank De Winne vor dem Abflug

Während seiner letzten Pressekonferenz vor dem Start der Sojus-Trägerrakette hat der belgische Astronaut Frank De Winne erklärt, er sei für seine Mission voll einsatzbereit. De Winne bleibt sechs Monate im Weltraum.
Der Start des Sojus-Trägers, der den ESA-Astronauten Frank De Winne im Rahmen der Mission OasISS zur Internationalen Raumstation (ISS) befördern wird, ist für den morgigen 27. Mai um 12.34 Uhr MESZ von Baikonur in Kasachstan geplant.
De Winne wird sechs Monate an Bord der ISS bleiben. Er verglich am Dienstag, während seiner letzten Pressekonferenz seine morgige Mission mit seiner ersten Weltraumreise: „Damals war es ein Sprint, jetzt ist es ein Marathon.“

Gestern sorgte ein erkrankter flämischer Kameramann noch für Aufregung in Baikonur. Befürchtet wurde, die Astronauten könnten sich anstecken. Das habe die Bemannung aber überhaupt nicht beschäftigt, sagte De Winne.

Er will die letzten Stunden vor dem Start nutzen, um noch von der frischen Luft zu genießen und sich mit seiner Familien zu unterhalten.

ISS

Während seiner sechs Monate im ISS wird Frank De Winne zum einen ein europäisches Wissenschaftsprogramm durchführen und zum anderen den Betrieb von Roboterarmen gewährleisten, mit deren Hilfe das japanische Transferfahrzeug H II an der ISS angedockt und wissenschaftliche Experimente an der Außenwand des japanischen Kibo-Moduls angebracht werden sollen.

Im Oktober übernimmt er als erster Europäer das Kommando über unseren ständigen bemannten Außenposten im All.

Die Mission ist außerdem ein wichtiger Meilenstein im ISS-Programm: Erstmals wird die ständige Bordmannschaft auf sechs Mitglieder erweitert, womit voller Nutzen aus den technologischen und wissenschaftlichen Kapazitäten der Station gezogen wird.

Ebenfalls zum ersten Mal werden Astronauten aller ISS-Partner-USA, Russland, Europa, Japan und Kanada-gleichzeitig an Bord sein. (Quelle: ESA)