Berlaymont schon wieder evakuiert

Wie schon am Montag vergangener Woche musste am Mittwochvormittag das „Berlaymont“-Gebäude, der Sitz der Brüsseler EU-Kommision nach einem Feueralarm komplett geräumt werden. Schuld war ein Rohrbruch.
Ausgelöst wurde der Feueralarm von heißem Wasser, das aus einem Leitungsrohr strömte. Ein Handwerker, der an der Leitung arbeitete, erlitt schwere Verbrennungen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Wegen des Feueralarms musste eine Pressekonferenz von Kommissionspräsident José Manuel Barroso und zwei Kommissaren über die neue EU-Finanzaufsicht abgebrochen werden. Das wurde als „Vorsichtsmaßnahme“ gerechtfertigt.

Am Nachmittag konnte die Sperrung des Bürohochhauses nach einer Überprüfung durch die Feuerwehr wieder aufgehoben werden. Barroso empfing nach der Pressekonferenz den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann in einem nahe gelegenen Amtsgebäude.
Im „Berlaymont“ arbeiten 2.000 Menschen. Dort war Anfang letzter Woche im Untergeschoss Brand ausgebrochen und das Feuer war durch einen Schacht in den 13. Stock gestiegen.

Unklar ist noch immer, was den Brand verursacht hat. Das Gebäude wurde auch dann geräumt und war erst seit dem letzten Montag wieder für Beschäftigte und Besucher zugänglich.