Spontaner Bahnstreik sorgt für Probleme

Der Zugverkehr Richtung Brüssel ist seit Mittwochmorgen sehr behindert, weil in den frühen Morgenstunden im ganzen Land Schaffner spontan in den Streik traten. Der Arbeitskampf verschärfte sich in der Wallonie gegen Abend weiter.
Um 04.00 Uhr legten Schaffner in Antwerpen, Eigenbraken, Mons und La Louvière spontan und unangekündigt bis 07.00 Uhr die Arbeit nieder. Das sorgte im ganzen Streckennetz der belgischen Bahn für stundenlange Verspätungen.
Gegen Mittag sah es danach aus, dass sich der Bahnverkehr wieder normalisierte, aber dann entschieden sich Schaffner in Charleroi, Brüssel-Süd, La Louvière, Mons, Tournai, Saint-Ghislain und ‚s-Gravenbrakel für einen erneuten Spontanstreik. Das führte im abendlichen Berufsverkehr auf den wichtigen Strecken Brüssel-Antwerpen und Brüssel-Leuven (Löwen) für große Probleme.

Im Laufe des Tages mussten schon 260 Zugverbindungen gestrichen werden. Der Streik ist eine Protestaktion gegen einen Zwischenfall am vergangenen Sonntag im Bahnhof von Dinant.

Nach einer Auseinandersetzung mit einem Fahrgast verlor dort ein Schaffner beide Beine. Schon seit Wochenbeginn ist deshalb bei der belgischen Bahn NMBS/SNCB der Sozialfriede gestört.