ai: Menschenrechte und die Krise

Durch den Einfluss der Wirtschaftskrise werden die Menschenrechte noch mehr verletzt als sonst. Zu dieser Feststellung kommt die weltweit aktive Menschenrechts-Organisation Anmesty International (ai) in ihrem Jahresbericht 2009.
Reiche Länder, so auch Belgien, schotten sich immer mehr gegen Flüchtlinge aus der Dritten Welt ab, auch wenn diese aus Staaten kommen, in denen die Menschenrechte keinen Wert haben, so ai.
Amnesty International greift in ihrem Jahresbericht 2009 Belgien scharf an. Zum einen wende die hiesige Polizei gegen abgewiesene Asylsuche verstärkt Gewalt an und zum anderen wird die Asylpolitik von Bundes-Einwanderungsministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) kritisiert.

Seit Monaten warte das Land auf eine dringend nötige Anpassung der Einwanderungsgesetze, viele Asylsucher müssen oft jahrelang auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten und nach wie vor sitzen Familien mit Kindern wochenlang in Abschiebe-Haftanstalten in völliger Ungewissheit.

Amnesty International Flandern

Karen Moeskops von Amnesty International Flandern zähle einige Beispiele auf, um deutlich zu machen, wie sich die allgemeine Krise auf die Menschenrechte auswirkt:

„Wir beobachteten, dass die Regierung von Myanmar 2,4 Millionen Menschen nach dem verheerenden Wirbelsturm Argis drei Wochen lang auf Hilfe warten ließ, da sie andere Prioritäten hatte. Als die Menschen gegen diesen Zustand auf die Straße gingen, wurden die Demonstrationen brutal niedergeschlagen.

Auch in Nordkorea und Zimbabwe wurden Proteste von Hungernden niedergeschlagen und wird der Hunger als politische Waffe genutzt.

Wir stellen fest, dass es viele Verbindungen zwischen der Wirtschaftskrise, den Menschen die darunter leiden und dagegen protestieren und Menschenrechtsverletzungen bestehen.“