Hat die Rezession ihren Tiefpunkt erreicht?

Der Bereich der Zeitarbeit gilt in Belgien gemeinhin als Vorbote für anstehende Entwicklungen auf den Arbeitsmarkt. In den vergangenen Monaten befand sich dieser Bereich in unserem Land quasi im freien Fall, doch seit April wird eine leichte Erholung festgestellt.
Auch der Beschäftigungsgrad bei den kleinen und mittelgroßen Unternehmen, beim Mittelstand also, gilt als Gradmesser. Hier sinken die Beschäftigungszahlen zwar noch weiter, doch auch hier scheint die Talfahrt gestoppt.
Im Januar verzeichnete der Mittelstand noch sehr schlechte Zahlen, doch seither stellt sich ein leichter Status Quo ein. Dies sind alles Signale, die bedeuten könnten, dass die Rezession ihren Tiefpunkt in Belgien erreicht haben könnte.

Mehr aber auch nicht, wie Peter Van den Houte von der ING-Finanzgruppe erklärt: „Das bedeutet natürlich nicht, dass die Arbeitslosigkeit sofort sinken wird. Man darf nicht vergessen, dass der Beschäftigungsgrad weiter sinken kann, auch wenn sich die Arbeitslosenzahlen positiv entwickeln. Warum? Ganz einfach! Ständig strömen neue Arbeitsuchende auf den Arbeitsmarkt. Im Juni und im Juli werden sich wieder viele Schul- und Studienabgänger auf den Arbeitsmarkt begeben.“

Viele neue Arbeitslose?

Auch das Planungsbüro der belgischen Bundesregierung geht davon aus, dass bis 2011 bis zu 200.000 neue Arbeitslose hinzukommen werden. Hier geht man von der Tatsache aus, dass die Zahl des beruflich aktiven Bevölkerungansteils im Land weiter ansteigen wird.