„Es war, als spiele er drei Geigen“

Der mit 20.000 Euro dotierte erste Preis des diesjährigen Königin Elisabeth Wettbewerbs für Geige ging an den jungen Ray Chen, ein Australier aus Taiwan. Lorenzo Gatto, der einzige Belgier im Finale, wurde zweiter.
Ray Chen war nicht nur der jüngste Teilnehmer an diesem international in der Welt der klassischen Musik äußerst renommierten Wettbewerb, er spielte auch als letzter Finalist am Samstagabend und überzeugte vor allem mit seinem virtuos gespielten Tschaikowsky-Konzert (Video) Jury und Publikum.

Er gewinnt nicht nur 20.000 Euro, sondern darf auch drei Jahre lang auf einer „Huggins“-Geige von Stradivarius spielen, die ihm von der Nippon Musik Foundation zur Verfügung gestellt wird.

Der Belgier Lorenzo Gatto war sichtlich zufrieden mit seinem noch mit 17.500 Euro dotierten zweiten Preis. „Das ist eine große Ehre für mich“, sagt Gatto. „Für mich ist dies der Start eines neuen Lebens mit sehr viel Verantwortung.“

Der in Taiwan geborene Ray Chen hat die australische Staatsbürgerschaft. „Ich bin sehr dankbar“, sagte er. „Das ist so besonders. Ich werde mich immer an den heutigen Abend erinnern. Gerechnet hatte ich mit diesem Resultat eigentlich nicht.“

Die sechs Preisträger

  1. Ray Chen (Preis Königin Fabiola)
  2. Lorenzo Gatto (Preis Eugène Ysaÿe)
  3. Ilian Gârnet (Preis von Graf de Launoit)
  4. Kim Suyoen (Preis der Gemeinschaftsregierungen)
  5. Nikita Borisoglebsky (Preis der Hauptstadtregion Brüssel)
  6. Yoon Soyoung (Preis der Stadt Brüssel)