„Wir sind unglaublich motiviert“

Am Dienstagmorgen wurde ein erstes Gespräch zur Bildung einer neuen flämischen Regierung geführt. Der bisherige Ministerpräsident Kris Peeters sprach mit dem N-VA-Parteivorsitzenden Bart De Wever. Der will mitregieren.
Die Gespräche begannen um 10.00 Uhr im Brüsseler ‚Hotel Errera’, der Amtswohnung der flämischen Regierung. Gastgeber ist der flämische Christdemokrat Kris Peeters, der bisherige Ministerpräsident, dessen Partei am Sonntag Wahlsieger und stärkste politische Kraft Flanderns geworden ist.
Erster Gast war der zweite Wahlsieger der Regionalwahl, Bart De Wever. De Wever ist der Parteivorsitzende der konservativen flämischen Nationaldemokraten N-VA, die für ein unabhängiges Flandern eintritt.

De Wever zeigte Bereitschaft, Wasser in seinen Wein zu tun. „Es liegt vor der Hand, dass eine Regierungsteilnahme nur nach Kompromissen möglich ist“, gab De Wever zu. „Der Wähler hat uns einen deutlichen Auftrag gegeben. Ich finde es durchaus normal, dass der Wahlsieger Regierungsverantwortung übernimmt.“

Nach dem Gespräch weigerte sich De Wever auf inhaltliche Fragen zu antworten. Er wolle vermeiden, von anderen Parteien den schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen und ihnen Argumente zu verschaffen, mit der N-VA sei nicht zu regieren.

Danach sprach Peeters mit seiner CD&V-Parteivorsitzenden Marianne Thyssen. Auch sie verzichtete nach Ablauf auf eine Stellungnahme. Am Nachmittag traf Peeters auch die Parteivorsitzenden der Sozialdemokraten (SP.A) und der Liberalen (Open VLD). Mit diesen beiden Parteien regierte er während der letzten Legislatur.

Alle anderen Parteivorsitzenden empfängt Peeters am Mittwoch.