Brüsseler Trams in Vancouver

Wenn 2010 die Olympischen Winterspiele in Vancouver beginnen, dann werden unter anderem zwei moderne Trams aus der belgischen Hauptstadt Brüssel den Nahverkehr in Richtung olympische Wettkampfstätten unterstützen. Die betreffenden Straßenbahnen wurden vom Schienenfahrzeughersteller Bombardier gebaut.
Das kanadische Unternehmen will in Vancouver zeigen, wie moderner Nahverkehr „Made in Canada“ in Europa schon jetzt aussehen kann.
Die beiden Straßenbahnzüge der Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB gehen im Oktober auf ihre Reise nach Kanada.

Sie werden dazu von Bremen aus verschifft und durch den Panamakanal hindurch auf die Westseite Kanadas gebracht.

Die Trams werden vom 31. Januar bis zum 31. März 2010 in Vancouver im Sondereinsatz für die Olympischen Winterspiele und die anschließenden Winter-Paralympics rund fahren.

Bombardier im flämischen Brügge ist stolz darauf, dass der kanadische Mutterkonzern Bahnen aus ihrem Hause für dieses Vorhaben ausgewählt hat.

Interesse in Nordamerika

Nach Angaben des Schienenfahrzeugbauers Bombardier besteht seit kurzem wieder vermehrt Interesse für schienengebundenen Nahverkehr in den Metropolen Nordamerikas. Die Städte und Ballungsräume in den USA und in Kanada ersticken im Autoverkehr und die Wirtschaft leidet unter permanenten Staus.

In vielen nordamerikanischen Städten fuhren früher Trams, doch diese mussten dem Individualverkehr und der Autolobby weichen. Nun herrscht aus dort ein Umdenken. Bombardier baut Nahverkehrsfahrzeuge auf Schiene für die ganze Welt. Bald auch für die Automobilnationen Nordamerikas?