Koalitionsbildung: Peeters traf die Sozialpartner

Informator Kris Peeters traf am dritten Tag seiner Konsultationen vor der Koalitionsbildung im belgischen Bundesland Flandern die Sozialpartner. Bei den Gesprächen ging es um die Vorgehensweise in Sachen Wirtschaftskrise. Eines ist sicher. Die Wirtschaft siehr angesichts der Krise keine Spielräume für Geschenke.
Zu den Gesprächen mit Peeters waren der Arbeitgeberverband Unizo (Mittelstand), der flämische Unternehmer- und Wirtschaftsverband Voka und der Metallverband Agoria geladen, wie auch die Gewerkschaften und der flämische Bauernbund.

Die Wirtschaftsverbände gaben gegenüber Peeters an, dass sie angesichts der Krise kaum Möglichkeiten für große Zugeständnisse an die Arbeitnehmer sehen. Lohn- und Gehaltserhöhungen und andere Geschenke werde es sobald nicht geben können.

Daneben traf Peeters auch föderale Vertreter, wie zum Beispiel Nationalbankchef Guy Quaden, Universitätsprofessoren und Fachleute aus dem Wirtschaftsbereich.

Quaden erinnerte an seine Analysen vom Vortag, in denen er von zu erwartenden wirtschaftlich schweren  Zeiten sprach, in denen auch die Landesregierungen von hohen Arbeitslosenquoten ausgehen müssen.

Vier Parteien stehen bereit

Unterdessen kristallisieren sich vier flämische Parteien heraus, die potentiell an einer Koalition auf Landesebene mitarbeiten wollen. Allen voran die beiden Wahlsieger, die christdemokratische CD&V und die Nationaldemokraten der N-VA, sowie die liberale Open VLD und die sozialistische SP.A.

Die Grünen von Groen! und die populistische LDD wollen weiter Opposition führen, kündigten aber beide an, auf föderaler Ebene an einer weiteren Stufe der Staatsreform konstruktiv mitarbeiten zu wollen.