Regierungsbildner Peeters setzt Konsultationen fort

Die Konsultationen zur Bildung einer neuen flämischen Landesregierung nach dem Wahlen vom vergangenen Sonntag gehen unvermindert weiter. Ministerpräsident und Regierungsbildner Kris Peeters (CD&V) traf mit wichtigen Vertretern aus den so genannten gesellschaftlichen „Mittelfeld“.
Unter anderem sprach Peeters mit Vertretern der flämischen Vereinigung der Städte und Gemeinden (vergleichbar mit dem Städtetag in Deutschland), mit wichtigen Personen aus den Wohlfahrtsverbänden, mit der Spitze der christlichen Gewerkschaft ACV und mit der christlichen Arbeiterbewegung ACW.
Die Vertreter von Städten und Kommunen plädierten für eine deutliche Vereinfachung der Verwaltung auf flämischer Landeseben.

„Wir kommen hier nicht um Geld betteln, sondern suchen nach einer effizienteren Nutzung der verfügbaren Mittel“, sagte Verbandsprecher Jef Gabriëls (CD&V) der Bürgermeister der früheren Zechenmetropole Genk in der Provinz Limburg.

An Vermogen, die Vorsitzende der christlichen Gewerkschaft ACV in Flandern, hofft, dass die nächste Landesregierung Maßnahmen zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen ergreift. Sie forderte dabei auch eine gerechtere Verteilung der Lasten in der Gesellschaft.

Mit oder ohne Liberale?

Der flämische Christdemokrat Kris Peeters widersprach Gerüchten, nach denen er eine Mehrheit ohne die Liberalen der Open VLD bevorzuge. Er wies auch Meldungen zurück, nach denen ihn sein Parteifreund und amtierender belgischer Premierminister Herman Van Rompuy unter Druck setze, mit der Open VLD zu koalieren.