Will Magna Opel Antwerpen schließen?

Laut Berichten von verschiedenen deutschen Medien plant der Magna, der neue Mehrheitsaktionär von Opel, die Schließung des Antwerpener Montagewerks. Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) gab an, dass seine Landesregierung von diesen Plänen nichts wisse und die Gewerkschaften vor Ort sprechen von längst überholten Vorhaben.
Die Meldung, nach der Opel Antwerpen vor der Schließung stehe, kommt vom belgischen Wirtschaftsmagazin Trends. Die Redaktion beruft sich dabei auf Medienberichte in Deutschland und auf Dokumente bei der EU-Kommission und des zuständigen Ausschusses im deutschen Bundesparlament.
Darin wird suggeriert, dass der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna, der neue Mehrheitsaktionär bei Opel, Antwerpen schließen wolle. ABVV-Gewerkschaftssprecher und GM Europa-Betriebsratsmitglied Rudi Kennes spricht in diesem Zusammenhang von Dokumenten, die veraltet sind und aus der Zeit stammen, als es noch mehrere Übernahmekandidaten für Opel gab.

Am Freitag besuchte eine Delegation von Magna und deren Partner Sberbank und Autobauer GAZ (beides russische Unternehmen) den Standort Antwerpen. Magna führt derzeit Arbeitsbesuche in allen Standorten von Opel und dem britischen Schwesterunternehmen Vauxhall durch.

Opel Antwerpen

Magna plant den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen bei Opel. Was das für den Standort Antwerpen bedeutet, ist derzeit völlig unklar.

Im General Motors/Opel-Werk von Antwerpen arbeiten heute 2.600 Beschäftigte. 385 von ihnen sind Angestellte.

In Antwerpen laufen in erster Linie Autos vom Typ Opel Astra vom Band, ein Modell, dass seit Einführung der Abwrackprämie in Deutschland offenbar wieder sehr gefragt ist.