Leuven ruft Astronaut De Winne

Die Schüler der Grundschule Terbank-Egenhoven aus Heverlee bei Leuven haben am Freitagnachmittag in Funkkontakt mit Astronaut De Winne gestanden. Frank De Winne befindet sich an Bord der Internationalen Raumstation ISS.
Der Funkkontakt zwischen dem belgischen Astronauten und den Grundschülern kam um Punkt 13.38 Uhr zustande. Während des zehnminütigen Gesprächs hat Frank De Winne die 22 Fragen der Schüler alle beantwortet.

"Kann man Sonnenblumen an Bord züchten?"

Vor ihrem Computerbildschirm und in weißen Anzügen gekleidet wollten sie beispielsweise wissen, was die Astronauten essen und wo sie zur Toilette gehen. Anderen fragten den Astronauten, ob auch Wäsche an Bord gewaschen wird, ob man Sonnenblumen züchten kann, ob eine Brille oder Linsen erlaubt sind oder ob es in Zukunft einfacher sein wird, in den Weltraum zu fliegen.
Der Funkkontakt kam zustande im Rahmen des Programms ARISS (Amateur Radio on the International Space Station), dessen Aushängeschild de Flame Gaston Bertels ist. Der Funkamateur organisiert regelmäßig Gespräche zwischen Schulen und den Bewohnern der ISS. Ziel ist es, Kinder mit den Kommunikationstechnologien vertraut zu machen.

An 28.000 km/h

Pünktlich um 13.38 Uhr schaltete erreichte die Weltraumstation den vorgesehenen Standort über der Erde, um Kontakt mit Leuven aufzunehmen. "Kein Streckenbus in Flandern ist so pünktlich", scherzte der Sprecher der flämischen Forschungsministerin Patricia Ceysens. Während die Kinder ihre Fragen abfeuerten, flog die ISS in einer Höhe von 335 km über Belgien und mit einer Geschwindigkeit von 28.000 Stundenkilometern.

Zum Ende des zehnminütigen Gesprächs befand sich die ISS bereits über der Türkei, wo der Funkkontakt nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte.