Atomium nicht unter Denkmalschutz

Die Brüsseler Region hat das Verfahren, um das Atomium unter Denkmalschutz zu stellen, für unbestimmte Zeit aufgeschoben. Die GoE Atomium, die das Monument verwaltet, reagierte zufrieden.
Voriges Jahr hatte der Brüsseler Minister für Denkmalschutz Emir Kir (PS) noch behauptet, dass das Verfahren höchstens ein paar Wochen in Anspruch nehmen würde.

Die GoE Atomium protestierte gegen das Vorhaben, das Gebäude den strengen Denkmalschutzvorschriften zu unterwerfen.
"Wenn ein Gebäude unter Denkmalschutz steht, muss man für jede Kleinigkeit, sogar für die Wartung der Kugeln, eine Genehmigung anfragen. In all den Jahren ist das Atomium zu einem Symbol geworden. Niemand würde sich erlauben, das Atomium durch unüberlegte Handlungen zu verschandeln. Im Verwaltungsrat ist auch ein Vertreter der Familie des Architekten André Waterkeyn anwesend", erklärte der Vorsitzende der Vereinigung, Bruno De Lille, gegenüber der VRT.
Das Atomium wurde für die Weltausstellung von 1958 als Symbol für den Glauben an den Fortschritt gebaut. 2006 war es gründlich renoviert worden, unter anderem indem das Aluminium der neun Kugeln durch Edelstahl ersetzt wurde.

Im März 2009 begrüßte das Atomium seinen zweimillionsten Besucher. Auch in diesem Jahr hält der Besucherstrom unvermindert an.