Magna schweigt über Opel-Pläne

Der flämische Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V), Wirtschaftsministerin Patricia Ceysens (Open VLD) und Arbeitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A) hatten heute erneut ein Gespräch mit drei Topmanagern von Magna. Über konkrete Pläne für Opel Antwerpen wurde nichts bekannt.
Nach den Gerüchten über eine mögliche Schließung von Opel Antwerpen wollte die flämische Regierung mehr Klarheit über eventuelle Pläne des Opel-Übernahmekandidaten Magna. Der kanadisch-österreichische Produzent von Autozubehör weigerte sich aber, den Schleier zu lüften.

Nach einem etwa einstündigen Gespräch waren Peeters und seine Regierungskollegen nicht klüger geworden.
Laut Kris Peeters untersucht Magna derzeit alle Opel-Niederlassungen und lässt alle Optionen offen: "Mehr können wir nicht sagen. Aber es war wichtig, die Gerüchte, dass das Antwerpener Werk schließen soll, noch mal auf den Tisch zu bringen. Eine Schließung ist heute nicht aktuell."

Peeters will jetzt "in aller Ruhe, aber mit großer Tatkraft weiter überlegen und dem Magna deutlich machen, welche Trümpfe Flandern und Antwerpen insbesondere vorlegen können."

Die flämische Regierung bietet Magna 500 Millionen Euro Unterstützung an. Aber auch in Deutschland wollen verschiedene Behörden investieren.
Eine der Bedingungen, die die deutsche Regierung Magna stellt, besteht darin, dass die vier Opelwerke in Deutschland erhalten bleiben und dort "nur" zweitausend Stellen gestrichen werden sollen.
Zum Nachteil von Antwerpen als Standort gilt, dass das Werk kein festes Opelmodell zugewiesen bekommen hat.