De Gucht "bedauert" Gewalt im Iran

Belgiens Außen- und Vizepremierminister Karel De Gucht (Open VLD) hat am Mittwoch den iranischen Botschafter in Brüssel zu sich bestellt und die Besorgnis unseres Landes über die Eingriffe in die Pressefreiheit auch belgischer Journalisten zu protestieren.
In den vergangenen Tagen waren belgische Pressevertreter gleich mehrmals Opfer Maßnahmen gegen die Pressefreiheit im Iran geworden. Zwei von ihnen wurden sogar kurzzeitig in Polizeigewahrsam genommen.

Am Tag nach den Präsidentenwahlen im Iran war das Bildmaterial eines Kamerateams des frankophonen belgischen Senders RTBF beschlagnahmt worden und am vergangenen Sonntag waren VRT-Auslandskorrespondent Jef Lambrecht und ein RTBF-Kollege eine Zeit lang von der Polizei festgenommen worden.
Am Dienstag wurde Lambrecht erneut verhaftet und sein Recherchematerial inklusive Kamerabilder wurden beschlagnahmt. Außenminister De Gucht hat die Vorfälle der vergangenen Tage im Iran festgehalten und auch seine Feststellungen zu den Wahlresultaten dort zu Papier gebracht.

Der belgische Außenminister "bedauert“ in einer Mitteilung die "überproportionale Gewalt“ von Seiten der Ordnungskräfte gegenüber Demonstranten nach Bekanntgabe der Wahlresultate. Das Demonstrationsverbot für die Opposition im Iran und den "brutalen Umgang mit Demonstranten“ hält De Gucht für "beunruhigend“.

Karel De Gucht ist der Ansicht, dass Respekt gegenüber der freien Meinungsäußerung und gegenüber den Menschenrechten zur Rückkehr der Ruhe im Iran führen kann und dass ein demokratischer und konstruktiver Dialog für das iranische Volk von größter Wichtigkeit ist.