Ermittlungen nach Kreditkartenbetrug

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in einem Fall von großangelegtem Kreditkartenbetrug bei der Dexia-Bank und möglicherweise auch bei weiteren belgischen Kreditinstituten.
Febelfin, der belgische Bankenverband, gab an, dass die Banken rund 45.000 Kreditkarten derzeit blockiert haben. Unlängst haben die Kontroll- und Sicherheitssysteme von Atos Worldline tausende verdächtige Kontobewegungen und Kreditkartennutzungen aufgedeckt.
Seit März dieses Jahres konnten etwa 1.000 Betrugsfälle festgestellt werden. Wer die Betrüger sind und von wo aus sie operieren, ist derzeit noch unbekannt.

Sicher ist nur, dass die Betrüger über Angaben verfügen, die auf den Magnetstreifen der Kreditkarten gespeichert sind.

Die Banken werden in den kommenden Tagen betroffene Kunden von den Fällen unterrichten und ihnen problemlos neue Kreditkarten ausstellen.

Kunden, die auf diesem Wege bestohlen wurden, werden in der vollen Summe entschädigt und haben nichts weiter zu befürchten, so Maria De Moerlooze, die Sprecherin der belgischen Bankenbranche.

Es geht um einen Millionenbetrag

Insgesamt handelt es sich bei dem Kreditkartenbetrug über Dexia-Kunden bei einem gestohlenen Betrag von rund 1,2 Millionen €. Gleich mehrere Ermittlungsdienste sind mit dem Fall beschäftigt: Die Computer Crime Unit der belgischen Bundespolizei, die Staatsanwaltschaft in Brüssel und föderale Betrugsdezernat.

Bisher sind etwa 1.000 Fälle bekannt. Febelfin spricht aber davon, dass die Systeme eigentlich sicher sind. Schließlich sind alleine in Belgien etwa drei Millionen Kreditkarten in Gebrauch. Der Prozentsatz an Betrugsfällen über private Kreditkarten ist laut Febelfin verschwindend gering.