Neun nukleare Störfälle registriert

2008 hat es in Belgien neun nukleare Störfälle gegeben. Acht davon wurden auf der internationalen Skala in der untersten Kategorie "Eins" eingestuft, was soviel heißt wie "vollständig unschädlich". Sie fanden in Atomkraftwerken statt. Dabei sei es um technische Störfälle ohne Einfluss auf den atomaren Bereich gegangen.
Der neunte Störfall habe im August im Landesinstitut für Elementarteilchen in Fleurus stattgefunden und sei in Kategorie "Drei" als ernster Störfall eingestuft worden, als beim Umpumpen von flüssigem Abfall das Isotop Jod 131 austrat.
Da umfassende Schilddrüsenuntersuchungen bei den Anwohnern der Anlage negativ ausfielen, so die Sprecher der Föderalagentur für Strahlensicherheit heute, habe der Vorfall keine nennenswerte Auswirkungen gehabt.

Die Agentur habe dem Institut im Anschluss daran Auflagen gemacht und die Umsetzung der Auflagen kontrolliert.

Die Sprecher des Instituts für Strahlensicherheit betonten bei der Vorstellung ihres Berichts auch, dass nicht nur Kernkraftwerke überprüft würden, sondern dass sich die Untersuchungen auch auf andere Aspekte ausgedehnt hätten, wie den medizinischen Bereich und den Bereich der atomaren Transporte.

2008 hat es in Belgien 55.000 atomare Transporte gegeben,
10 % davon betrafen Brennstäbe, 90 % medizinische und industrielle Transporte.

Strahlung in Flugzeugen

Die Sprecher wiesen auch darauf hin, dass zwei Drittel des fliegenden Personals im Luftfahrtsektor einer jährlichen natürlichen Strahlenbelastung ausgesetzt seien, die einen Millisievert (ein Sivert ist eine Maßeinheit verschieden gewichteter Strahlendosen) über der jährliche zulässigen Höchstgrenze liegen.

Eine ähnliche Untersuchung in der Industrie habe dagegen keine Überschreitung des Limits zu Tage gebracht.

Quelle: BRF-Nachrichten