Traktoren bezogen Stellung in Brüssel

Seit einigen Tagen schon befanden sich hunderte Landwirte aus ganz Europa auf dem Weg nach Brüssel. Vor allem deutsche Bauern wollten ihrem Unmut gegenüber Europa Luft machen. Doch auch Kollegen aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Polen kamen nach Brüssel.
Eine große Gruppe Bauern aus Deutschland, Polen, der belgischen Provinz Lüttich und den Niederlanden kam über die Autobahn E 40 nach Brüssel. Aus anderen Richtungen kamen weitere belgische Landwirte aus dem flämischen Landesteil, aus Wallonien und aus Frankreich in die Hauptstadt.
Mit hunderten Traktoren - die Veranstalter , "The European Milk Board", sprechen von 1.000 Fahrzeugen, die Polizei von etwa 700 - wollten sie die belgische Hauptstadt während des EU-Gipfels blockieren.

Allerdings steht das Thema Milchpreise nicht auf der Tagesordnung der Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten…

Vor allem die deutschen Demonstranten hoffen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Thema während des Gipfels doch noch zur Sprache bringen kann.

Eine Delegation der Landwirte wurde am Mittag bei der Europäischen Kommission empfangen. Die anderen zogen zum Jubelpark in der Nähe des Brüsseler Europaviertels und des Schumanplatzes, wo sie die Nacht verbringen werden.

Am Freitag wollen sie eine zweite Demo veranstalten.

Die Sicherheitskräfte sind zur Stelle

Die Polizei ist mit rund 1.200 Mann im Einsatz - die „normale“ Mannschaftsstärke bei einem EU-Gipfel.

Ihnen zur Seite steht allerdings zum ersten Mal in der Geschichte eine ausländische Polizeieinheit mit allen Vollmachten.

Niederländische Polizisten begleiteten gemeinsam mit belgischen Kollegen die Traktorenkonvois auf dem Weg nach Brüssel.