Opel Antwerpen: Klarheit am 15. Juli?

Bei einem Treffen in Berlin wurde am Donnerstag auf europäischer Ebene über die Zukunft des Autobauers Opel gesprochen. In diesem Zusammenhang steht für den Opel-Standort Antwerpen viel, wenn nicht gar alles, auf dem Spiel.
Aus diesem Grunde nahmen auch Flanderns Landeswirtschaftsministerin Patricia Ceyseens (Open VLD) und Bundesindustrieminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) an diesem Treffen teil.

In Berlin trafen sich Vertreter aus allen europäischen Ländern, in denen Opel-Werke oder Fabriken von Opel-Töchtern arbeiten.
Die belgischen Vertreter forderten von Magna - der österreichisch-kanadische Autozulieferer ist der aussichtsreichste Übernahmekandidat für Opel - und von General Motors Deutlichkeit über die Zukunft des Standorts Antwerpen.

Viel erfuhren Ceyssens und Van Quickenborne nicht in Berlin. Dort wurde in erster Linie über ein Timing zur Übernahme debattiert. Zuerst sollte sich dies in einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten hinziehen, danach einigte man sich aber auf den Stichtag 15. Juli, um mit der endgültigen Übernahme und dem Wie und Was an die Öffentlichkeit zu gehen.

Dann, so Landeswirtschaftsministerin Ceyssens, „nehme ich an, das dem Businessplan endlich Deutlichkeit über alle Fabriken entnommen werden kann“.

Chinesen erhalten Einblick in die Opel-Dossiers

Möglicherweise bekommt Magna noch Konkurrenz bei der Übernahme von Opel. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erhält der chinesische Autoproduzent Beijing Automotive Industry Corp. Einblick in die Bücher von Opel und GM.

Magna hat bereits ein Vorabkommen zur Opel-Übernahme in der Tasche, doch solange kein definitiver Vertrag unterzeichnet ist, haben alle anderen Interessenten noch das Recht, Einsicht in die Sachlage zu erhalten und eventuell sogar noch mitzubieten.