200 Kg Kokain kamen aus Antwerpen

In einem Container mit bestellten Stoffresten fanden Beschäftigte eine verarbeitenden Betriebs im deutschen Westerwald acht schwarze Sporttaschen, die prall gefüllt waren mit 200 Kilo hochreinem Kokain aus Kolumbien.
Das Unternehmen verständigte die Polizei, die am ersten Freitag in diesem Juni in dem Container aus Honduras einen der größten Drogenmengen sicherstellte, die in den vergangenen Jahren in Deutschland auf einmal beschlagnahmt wurden.

Die Droge habe in ganz Europa verteilt werden sollte - davon geht die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift von LKA und Zollfahndungsamt in Deutschland aus.
Die Droge habe in ganz Europa verteilt werden sollte - davon geht die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift von LKA und Zollfahndungsamt in Deutschland aus.

Die beiden Lastwagen-Fahrer, die die Container von der flämischen Hafenstadt zu der Firma im rheinland-pfälzischen Altenkirchen gebracht hatten, wurden rasch als mögliche Täter ausgeschlossen.

Das mit fast 90 Prozent besonders reine Kokain hätte nach Einschätzung von Fachleuten im Straßenverkauf schätzungsweise 40 Millionen Euro eingebracht. Verpackt war es in ungefähr gleich großen Päckchen à ein Kilo.

Kolumbien?

Die Herkunft der im Westerwald gefundenen Droge wird noch untersucht. "Der Stoff kann sehr wohl aus Kolumbien kommen", sagte ein LKA-Sprecher. Im Fokus der Ermittler steht der genaue Transportweg.

Fest steht, dass die Taschen mit dem Kokain in einem von zwei Containern per Schiff von Honduras in Zentralamerika nach Antwerpen gebracht wurden. Der andere enthielt bloß die zu Ballen geschnürten legal transportierten Stofflumpen. "Wir gehen davon aus, dass das Defizit auf der Täterseite nach dem Abladen in Antwerpen entstanden ist", sagte ein LKA-Sprecher.