Mobbing wird nur selten geahndet

Wer vor Gericht wegen Mobbing am Arbeitsplatz klagt, kann sich dort nur in Ausnahmefällen auch wirklich durchsetzen, schreibt „Het Laaste Nieuws“ in ihrer Wochenendausgabe. Nur 5 Kläger erhielten eine Entschädigung.
Wie die Zeitung berichtet, kam ein erster Mobbing-Fall im Mai 2003 vor Gericht. Das Anti-Mobbing-Gesetz war 2002 in Belgien in Kraft getreten. Seitdem wurden insgesamt 275 Urteile gefällt.
Nur in 20 Fällen bekamen die Kläger vor Gericht recht. Nur in fünf Fällen wurden die Täter zu eine Geldstrafe von 5.000 bis 10.000 € verurteilt.

Oft klagten Arbeitnehmer, die in eine andere Abteilung versetzt worden waren oder die eine erhoffte Beförderung nicht erhalten hatten. In den allermeisten Fällen wurde dies als zulässige arbeitsrechtliche Maßnahme eingestuft.

Experten finden es nicht ungewöhnlich, dass es so selten zu einer Verurteilung wegen Mobbing kommt, weil die Beweislage nur selten eindeutig ist.