Schlacht um Waterloo nachgespielt

Am Sonntag sorgten 1.200 Teilnehmer für eine historische Wiederaufführung der Schlacht von Waterloo, wo am 18. Juni 1815 die Franzosen unter Napoleon von alliierten Truppen vernichtend geschlagen wurden.
Am 18. Juni 1815 kämpften zwei große Armeen um die Macht in Europa. An der einen Seite: 125.000 französische Soldaten unter Napoleon. An der anderen Seite 210.000 Alliierte unter dem Befehl des englischen Generals Wellington.
Ron Van Dijk war einer der Teilnehmer an der Wiederaufführung: „Die Schlacht hat die Karte des heutigen Europas gezeichnet. Das geschieht immer mit wichtigen Momentaufnahmen. Was hier passiert ist – fünfzigtausend Tote und Verletzte an einem Tag – das war unvorstellbar viel menschliches Leid.“

Jean Claude Jaouen spielt einen französische Carabinier zu Pferd: „Die Franzosen waren damals sehr siegessicher. Nie hätten sie eine Niederlage für möglich gehalten. Die war für sie dann auch eine Katastrophe.“

Unter den Zuschauern waren wie jedes Jahr wieder viele Engländer. In Großbritannien ist die Schlacht von Waterloo sehr populär.

Brian Russling: „Dies ist eine unserer berühmtesten Schlachten. Alle Kinder lernen die Schlacht von Waterloo in der Schule. 1815 bleibt für uns das Jahr, wo wir die Franzosen geschlagen haben. Uns gefällt das. Ich kaum hier mit meinen Kindern hin, damit sie mal Geschichte live erleben.“

Mit den Alliierten kämpften auch viele flämische Bauernjungen. Sie standen im Dienst des niederländischen Prinzen von Oranien.

„Mehrere tausend Flamen kämpften an der Seite der Alliierten. Fast hätte Napoleon die Schlacht gewonnen. Wenn das passiert wären, würden wir heute vielleicht alle Französisch sprechen“, so Ron van Dijk.

Aus für Napoleon

Die Niederlage der von Napoleon geführten Franzosen gegen die britisch-niederländisch-deutschen Truppen unter General Wellington und die mit ihnen verbündeten Preußen unter Feldmarschall Blücher beendete Napoleons Herrschaft der Hundert Tage und führte mit dessen endgültiger Abdankung am 22. Juni 1815 zum Ende des Ersten Französischen Kaiserreichs.

Nach dieser zweiten völligen militärischen Niederlage innerhalb kurzer Zeit wurden Frankreich im Zweiten Pariser Frieden verschärfte Friedensbedingungen auferlegt und Napoleon selbst als Kriegsgefangener der Briten auf die Atlantikinsel St. Helena gebracht, wo er als Verbannter am 5. Mai 1821 starb.