James Ensor erobert New York

Am kommenden Sonntag wird im Museum of Modern Art in New York eine große Retrospektive des belgischen Malers James Ensor (1860-1949) eröffnet. Jahrzehntelang war der Künstler in den USA nicht mehr ausgestellt worden.
Es ist erst die zweite Ausstellung mit ausschließlich Ensor-Werken, die in den Vereinigten Staaten organisiert wird. Eine erste Ensor-Retrospektive wurde dort 1951, zwei Jahre nach seinem Tod, gezeigt.
Es dauert also mehr als ein halbes Jahrhundert, ehe der berühmte Masken-Maler aus der flämischen Küstenstadt Ostende erneut in New York ausgestellt wird. Gezeigt werden alle Epochen und Aspekte des künstlerischen Schaffens von Ensor: 120 Gemälde, Zeichnungen und Radierungen.

Zu sehen sind Porträts aus seiner ersten Schaffensphase, Bilder aus seiner luministischen Periode und natürlich auch einige treffende Beispiele seiner berühmten Faschingsbilder (Foto oben).

Ensor gilt als einer der wichtigsten Erneuerer der klassischen Moderne und der belgischen Malerei. Zweidrittel der im MoMa gezeigten Arbeiten stammen aus belgischen Sammlungen.

Die Ensor-Retrospektive ist der inoffizielle Startschuss für die Feiern zum 150. Geburtstag des Malers. Die Ausstellung bleibt bis zum 21. September in New York und zieht dann zum Musée d’Orsay in Paris um, wo sie bis zum Februar 2010 gezeigt wird.