Belgier in Katar zu Haftstrafe verurteilt

Der Belgier Philippe Bogaert musste Unterschlupf in der belgischen Botschaft von Katar suchen. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt und kann das Land wegen eines Rechtstreits mit einem Geschäftspartner nicht verlassen.
Im April des vergangenen Jahres zog Bogaert nach Katar um dort Geschäftsführer einer Filiale des Kommunikationsunternehmens Dialogic zu werden. Als die Filiale Konkurs anmelden musste, kam es zu einem Geschäftskonflikt mit einem ortsansässigen Teilhaber, der jetzt die Zahlung einer enorm hohen Entschädigung verlangt.

Um Katar verlassen zu können, braucht der Belgier ein Ausreisevisum, aber sein Geschäftspartner weigert sich, das zu unterschreiben. Unterdessen sind die Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis von Bogaert jedoch abgelaufen. Er kam im Dezember in der belgischen Botschaft von Katar unter.

Bisher scheiterten alle diplomatischen Bemühungen, um ihm eine Ausreise zu ermöglichen. Seine Frau und Kinder haben eine symbolische Protestkundgebung organisiert, um den Fall in den Medien zu halten. Selbst berichtet Bogaert über seine Erfahrungen im Internet (hostageinquatar.com).

Gegen seine Verurteilung zu drei Jahren Freiheitsstrafe will er in Berufung gehen. Er ist aber auf finanzielle Unterstützung angewiesen, um sich in Katar einen Rechtsbeistand leisten zu können.