Tom Boonen doch zur Tour de France?

Tom Boonen muss noch warten, um zu wissen, ob er seine Teilnahme an der Tour de France gerichtlich erzwingen kann. Am kommenden Dienstagnachmittag will das zuständige Gericht eine entsprechende Entscheidung verkünden.
Gemeinsam mit seinem Rennstall Quick Step hatte Boonen ein Eilverfahren gegen die Gesellschaft ASO angestrengt, die die Tour de France ausrichtet.

Die ASO hatte Boonen die Teilnahme versagt, weil er wie schon vergangenes Jahr erneut positiv auf Kokain getestet worden war und dies nach Ansicht der ASO dem Image der Tour schade.

Die Kläger pochen auf Vertragserfüllung und fechten den nachträglichen Ausschluss an, weil das Reglement Kokain-Gebrauch außerhalb eines Wettstreits nicht verbietet und weil der Internationale Radsportverband kein Disziplinarverfahren eröffnet hat.

Inzwischen verdichten sich Hinweise, dass ASO Boonen erst starten lassen wollte, dann aber auf Druck des französischen Staatssekretärs für Sport, des früheren Rugby-Trainers, Bernard Laporte, seine Meinung änderte.

Boonens Anwalt wollte sich dazu nicht näher äußern, sondern erklärte lediglich, Minister Laporte habe sich nicht in vertragliche Abmachungen zwischen dem Rennstall und der ASO zu mischen.

Die 96. Tour de France wird Samstag in acht Tagen in Monaco gestartet. (brf)