Fortis muss 362,5 Mio. Euro zahlen

Fortis Holding muss 362,5 Mio. Euro an die Fortis Bank Nederland (FBNH) zahlen. So lautet das Urteil eines niederländischen Gerichts. Die belgische Fortis Bank will das Urteil anfechten.
Das Urteil bezieht sich auf ein Aktienpaket im Werte von 362,5 Millionen Euro, das vor 10 Jahren von Fortis Capital Company (FCC) ausgegeben worden ist.

Die Filiale gehört heute Fortis Bank Nederland, nachdem Fortis im vergangenen Jahr in einen belgischen und niederländischen Zweig aufgeteilt worden ist.
Die Aktienkäufer möchten ihre Wertpapiere abstoßen und haben, laut Vertrag, anrecht auf eine Entschädigung.

Die Holding und Fortis Bank Nederland sind nicht einer Meinung über die Vertragsbestimmungen. Fortis Capital Company hatte die Möglichkeit, die Aktien am 29. Juni verfrüht zurückzukaufen. Das lehnte die Filiale jedoch ab. Aufgrund der Vertragsbestimmungen hatten die Käufer das Recht, ihre Aktien bei der Fortis Capital Company gegen Aktien von Fortis Holding einzutauschen. Das weigert die Holding jedoch, weil die heutigen Aktien dann an Wert verlieren.

Die Holding machte deutlich, dass sie die Käufer ausbezahlen will. Dann muss die Fortis Capital Company aber für die Kosten aufkommen. Daraufhin spannte Fortis Bank Nederland - Eigentümer von FCC - einen Prozess vor dem Schnellgericht an, das zugunsten von Fortis Bank Nederland urteilte.

Fortis Holding legt Berufung gegen das Urteil an, sodass es zu einem Verfahren in der Hauptsache kommt.