Van Themsche: 325.000 Euro für Opfer

Hans Van Themssche, der vor drei Jahren ein Blutbad in Antwerpen anrichtete, muss Frau Songul Koç Schadenersatz in Höhe von fast 180.000 Euro zahlen. Das hat das Strafgericht von Antwerpen entschieden. Auch die Familien der anderen Opfer bekamen bereits Schadenersatz zugesagt.
Die Türkin Songul Koç, die als einzige die Schießerei überlebte, erhält einen Schadenersatz in Höhe von 177.657 Euro zusätzlich Zinsen.

Zuvor hatte sie bereits einen vorläufigen Schadenersatz von 30.000 Euro zugesprochen bekommen.

Die Frau, die zu 55 % dauerhaft invalide erklärt wurde, hatte mehr als 350.000 Euro gefordert. Der Schadenersatzbetrag kann noch erhöht werden, falls weitere medizinische Eingriffe erforderlich sind.

Das Gericht hatte den Angehörigen des ermordeten Kleinkinds Luna 74.567 Euro zuerkannt. Die Familie der ermordeten Babysitterin Oulematou Niangadou aus Mali erhält 71.500 Euro.
Am 11. Mai 2006 hatte der Schüler Hans Van Themsche im Zentrum von Antwerpen die 2-jährige Luna und ihre aus Mali stammende Babysitterin Oulematou Niangadou kaltblütig erschossen. Zuvor hatte er die Türkin lebensgefährlich verletzt. Sie war die einzige, die die Schießerei von Van Themsche überlebte.

Im Oktober 2007 war Van Themsche zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Doppelmordes und Mordversuches aus rassistischen Beweggründen verurteilt worden.