Haschischbauer aus Zandvoorde wieder zuhause

Haschischbauer Patrick Lagrou aus Zandvoorde ist seit Freitag wieder auf zuhause. Anfang des Monats wurde bei Lagrou die größte Hanfplantage Belgiens entdeckt. Wegen eines schweren Formfehlers musste er aus der Untersuchungshaft entlassen werden.
Bis Freitag hatten die Kriminalbeamten noch alle Hände voll zu tun, um das Beweismaterial auf seinem Bauernhof zu sichern.

Lagrou und seine Frau übernachteten seit ihrer Freilassung in einem Hotel. Sie drohten mit einem Schnellverfahren, wenn sie nicht wieder nach Hause kehren könnten.

145.000 Hanfpflanzen

Vor drei Wochen hatten Fahnder die größte je in Belgien angebaute Hanfplantage bei Lagrou entdeckt. 145.000 Pflanzen hatte Lagrou angepflanzt, die einen Marktwert von 8 Millionen Euro darstellten. Beschlagnahmt wurden ebenfalls 200 Kilogramm Kannabis, Waffen, teure Autos und eine halbe Million Euro in bar.

Weil der Bauer von seinem Gewinn mehrere teure Autos kaufte, wurde die Polizei misstrauisch. Nach einer Hausdurchsuchung nahm die Polizei den Bauern, seine Frau, deren Tochter und drei Brasilianer fest.

Wegen eines schweren Formfehlers musste das Gericht die Familie Lagrou vor ein paar Tagen wieder frei lassen. Der Untersuchungsrichter hatte vergessen, das Delikt anzugeben, dessen man Lagrou verdächtigte.
Jetzt muss die Anklagekammer erst entscheiden, ob noch ausreichende Elemente vorliegen, um ein Verfahren gegen Lagrou anstrengen zu können.

Sollte das Strafverfahren gegen Lagrou für null und nichtig erklärt werden, darf er alle Einkommen aus dem Drogenhandel behalten, einschließlich Luxusautos und eine halbe Million Euro Bargeld.