Arbeitslosenquote in Flandern um 23 % gestiegen

Auch im belgischen Bundesland Flandern sind die Arbeitslosenzahlen angestiegen. Im Vergleich zum Monat Juni im vergangenen Jahr stieg die Quote in Flandern um mehr als 23 %, wie Landesarbeitsminister Frank Vandenbroucke (SP.A) angab.
Derzeit scheinen Männer und Jugendliche auf dem flämischen Arbeitsmarkt die größten Opfer der Wirtschaftskrise zu sein. Die regionale Arbeitslosenquote steigt in Flandern seit November 2008 sehr schnell an.

Am Jahresende blieb die Steigerung noch vertretbar (November + 0,2 %, Dezember + 3,9 %), doch seit Jahreswechsel kommt eine gewisse Dramatik auf (Februar + 15 %, April + 18 % und Mai und Juni jeweils + 23 %).
Die Arbeitslosenzahl ist innerhalb der letzten 12 Monate um 37.000 Personen auf jetzt etwa 195.300 angestiegen, was 6,81 % der aktiven Bevölkerung im Bundesland ausmacht. Vor allem Männer, die traditionell eher in der Industrie tätig sind, leiden unter der Krise in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt.

In diesem Monat Juli strömen auch die vielen Schul- und Studienabgänger auf den Arbeitsmarkt. Für diesen Teil der Arbeitssuchenden wird die Sache noch schwieriger. Nur wenige Arbeitgeber investieren derzeit in neues und unerfahrenes Personal.

Jüngere Arbeitnehmer verlieren auch häufiger ihre Jobs, denn sie sind meist die letzten, die eingestellt wurden und demnach auch die ersten, die im Krisenfall wieder gehen müssen.