Fundsachen nicht mehr lange aufbewahrt

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB schließt ihr zentrales Fundbüro und will Fundsachen nicht mehr ein halbes Jahr lang, wie bisher, aufbewahren. Nicht mehr abgeholte Gegenstände werden in Zukunft nach rund 50 Tagen an Secondhand-Läden abgegeben.
Steven Vanackere (CD&V), Bundesminister für die Staatsunternehmen und damit zuständig für die NMBS/SNCB, passt die Handhabe von Fundsachen bei der belgischen Bahn den derzeitigen Gewohnheiten an.

Jährlich werden etwa 40.000 persönliche Gegenstände aller Art in belgischen Zügen und Bahnhöfen vergessen oder verloren.
Solche Fundsachen wandern dann in das zentrale Fundbüro der NMBS/SNCB und werden sechs Monate lang dort aufbewahrt. Doch nur rund ein Drittel dieser Sachen wird dort wieder abgeholt.

Deshalb schafft Minister Vanackere (Foto) die Frist von 6 Monaten Aufbewahrungszeit ab und kürzt diese auf nur noch 50 Tage. Dies begründet Vanackere mit der Tatsache, dass die meisten von ihren Besitzern abgeholten Gegenstände schon nach höchstens 10 Tagen wieder zurückgegeben werden.

Alle nach 50 Tagen nicht abgeholten Fundsachen werden nach Ablauf der Frist an öffentlichen Secondhand-Ketten abgegeben.

Damit wird auch das zentrale Fundbüro der Bahn überflüssig. Die Fundsachen werden in Zukunft in den Bahnhöfen gelagert, in denen Züge enden oder ihre Fahrt beginnen.