Zweiter Hochofen von Gent wird hochgefahren

Mitte August wird der zweite Hochofen des Stahlwerks von Gent wieder in Betrieb genommen. Stahlriese Arcelor-Mittal wird mit dem im April stillgelegten Hochofen 2 wieder produzieren. Die Vorräte würden zurückgehen und es sei eine leichte Steigerung bei der Nachfrage nach Stahl zu verzeichnen, so ein Konzernsprecher.
Doch bedeute dies nicht, dass die Krise auch im Stahlsektor bereits zu Ende sei, hieß es bei Arcelor-Mittal in Gent in diesen Tagen.

Der weltweit operierende Stahlkonzern hatte seine Vorräte stark abgebaut, um sich so der sinkenden Nachfrage nach Stahl bei seinen Kunden anzupassen.
Doch langsam gehen die vorhandenen Vorräte zurück. Deshalb wird das Anblasen des zweiten Hochofens am Standort Gent vorbereitet. Mitte August soll die Produktion wieder angefahren werden, um die Vorratslager der aktuellen Nachfrage entsprechend zu ergänzen.

„Dies bedeutet aber nicht, dass wir von einer Rückkehr zur sehr starken Nachfrage der vergangenen Jahre ausgehen“, sagte Marc Vereecke, der CEO von Arcelor-Mittal Gent.

Die effektive Nachfrage werde zumindest bis Jahresende auf einem sehr niedrigen Niveau liegen. So ist derzeit noch nicht klar, mit welcher Produktionskapazität der Hochofen arbeiten soll oder wird.

Das Anblasen dauert etwa zwei Wochen

Anfang August wollen die Stahlkocher von Gent mit der Vorbereitung der Wiederaufnahme der Produktion beginnen. Das so genannte „Anblasen“ des Hochofens 2 von Gent wird etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Dazu wird dem Hochofen bis zu zwei Wochen lang heiße Luft zugefügt, um das Feuer anzufachen und auf die zum Stahlkochen nötige Temperatur zu bringen. Positiver Nebeneffekt: Viele Genter Stahlarbeiter können aus der Kurzarbeit zurückkehren. Am Standort Lüttich bleiben die Öfen weiter aus.