Spitfire am Ijzer-Ufer geborgen

Seit Sonntagmorgen graben Historiker und Archäologen in Beveren-Ijzer in Westflandern die Überreste einer dort abgestürzten britischen Spitfire-Maschine aus dem zweiten Weltkrieg aus.
Das Flugzeug stürzte 1943 nach einem Luftkampf mit deutschen Gegnern hier am Ijzer-Ufer ab. An diesem Tag sollte die Spitfire britische Bomber auf dem Weg nach Lille in Frankreich begleiten, doch der Konvoi wurde von der deutschen Luftwaffe überrascht.

Stan May, der australische Pilot, lenkte seine Gegner ab und wurde von 20 Jagdfliegern angegriffen. Er überlebte, doch seine Spitfire zerschellte in Delven bei Beveren-Ijzer.
Der Aufprall der Maschine muss sehr heftig gewesen sein, denn die Teile der Spitfire liegen weit verstreut herum. Die Historiker hoffen, den Motorblock finden zu können. Den Anlasser und weitere viele Teile des Flugzeugtriebwerks konnten sie bereits bergen (Foto). Jetzt wird versucht, die Einzelteile zu identifizieren und zuzuordnen.

Von diesem Flugzeugtypen, der Spitfire XII, wurden nur etwa hundert Maschinen gebaut. Sie konnten sehr tief und sehr schnell fliegen und konnten die deutschen Jagdflieger dadurch oft überlisten.

Die ausgegrabenen Teile sollen ausgestellt werden. Der Fund an sich hat großen historischen Wert, nicht nur für Historiker und Archäologen, sondern auch für die vielen Fans der Spitfire und für Menschen, die sich mit der Technik und der Geschichte des Zweiten Weltkrieg auseinander setzen.