Gent und Antwerpen testen Grippe-Impfstoff

Die Universitäten von Gent und Antwerpen sind weltweit bei den wenigen Universitäten die den neuen Impfstoff Ende des Sommers testen dürfen. Dazu werden in Antwerpen 300 bis 400 Freiwillige gesucht, die sich den Impfstoff spritzen lassen.
„Hierbei handelt es sich um einen Totimpfung und das bedeutet, der Impfstoff gegen die Schweinegrippe wurde desaktiviert“, sagte Professor Pierre Van Damme von der Universität Antwerpen der VRT.

„Das Ziel des Versuchs ist es, festzustellen ob der Impfstoff sicher ist und ob die Probanden Antikörper gegen die Schweinegrippe entwickeln. Hierbei werden die entsprechenden europäischen Richtlinien berücksichtigt.“

Wenn der Test erfolgreich ist, werde die EU wohl grünes Licht für die Massenproduktion des Impfstoffes geben, glaubt Professor Van Damme.

Die Antwerpener Universität ist weltweit eine der wenigen, die die Test ausführen dürfen. Sie tut dies im Auftrag des Unternehmens, das den Impfstoff entwickelte.

Fünf neue Fälle

Die meisten neuen Grippefälle traten in eine Familie in der Provinz Hennegau auf. Besondere Aufmerksamkeit erregte aber ein junger Mann, der erkrankte während er gemeinsam mit 80.000 anderen Musikfans am vergangenen Wochenende Rock Werchter besuchte.

Der Mann meldete sich mit Grippe-Symptomen im Zelt des Roten Kreuzes und wurde von dort sofort ins Krankenhaus überwiesen. Dort werden er und die Menschen, die in seinem Zelt schliefen, mit Virenhemmern behandelt.

Die zuständige Behörde teilte mit, für die anderen Festivalbesucher bestehe kein Grund zur Panik. Das Ansteckungsrisiko sei eher gering.

Krisenszenario für Schweinegrippe in Belgien

Jede Gemeinde des Landes soll ein Callcenter und eine Kontaktstelle einrichten, wo die Bürger im Falle einer Pandemie Hilfe erhalten sollen. Kleinere Gemeinden können jedoch mit anderen Kommunen zusammenarbeiten.

In den Callcentern sollen die Grippemeldungen zentralisiert werden. Diese Angaben macht heute die Tageszeitung "Gazet van Antwerpen". Sie beruft sich auf die Antwerpener Provinzgouverneurin Cathy Berx. Diese erklärte, die Provinz Antwerpen werde über eine zentrale Sammelstelle mit 24.000 Portionen Tamiflu verfügen.